“Wie werde ich stärker?”

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Krafttraining, Powerlifting, Gewichtheben

Wer ins Fitnessstudio geht und Gewichte stemmt, will meistens besser aussehen und stärker werden.
Doch welche Faktoren beeinflussen die Kraft?

Als kleines Beispiel nutzen wir ein antikes Schiff, mit Matrosen an den Rudern.

Die drei Faktoren sind Muskulatur, Nerven und Technik!

1. Die Muskulatur, ihre Größe und ihre Zusammensetzung

Man spricht entweder von schnellen, oder von langsamen Muskelfasern. Je nachdem welche Aufgaben über längere Zeit an den Muskel gestellt werden, passt sich auch dessen Zusammensetzung an.
Das Segel unseres Schiffs sind die langsamen Muskelfasern. Diese funktionieren länger und sind somit auch leichter zu versorgen. Überwiegend Ausdauersportler machen hiervon Gebrauch, jedoch sind sie auch die Muskelfasern, die Du im Alltag für leichte Aufgaben einsetzen kannst.
Die Schnellen sind stark, aber funktionieren nur kurz. Auf diese Fasern konzentrieren wir uns beim Krafttraining. Wenn Du Muskulatur aufbaust, dann sind das auch überwiegend die schnellen Muskelfasern, die Du für explosive und kraftvolle Bewegungen verwenden kannst.
Wieso es Sinn ergibt regelmäßig Muskelaufbautraining zu betreiben?
Ein größerer Muskel hat immer das Potenzial ein stärkerer Muskel zu sein. Bei unserem antiken Schiff sind das die Matrosen, sie können das Schiff kurz antreiben, aber ermüden im Gegensatz zu den Segeln. Dafür sind sie schneller.
Je mehr Matrosen, desto mehr Power!

2. Die Nerven: Deine Muskeln werden von ihnen gesteuert

Ein Muskel ist wie ein Motor, der aus vielen Kleinmotoren besteht, die alle zusammenarbeiten müssen, um zu funktionieren. Kehren wir zurück zu unserem Schiff.
Jeder Matrose ist eine Muskelfaser, die das Schiff antreibt. Wenn alle Matrosen im Gleichtakt rudern, dann kommt das Schiff gut vorwärts. Doch wer nicht regelmäßig seine Schnellkraft verwendet, der hat eine sehr unkoordinierte Mannschaft an Bord seines Schiffes. Manche Matrosen rudern, andere jedoch nicht.
Wie mache ich die größten Fortschritte?

In dem Du zu Beginn deines Trainings Deiner Rudermannschaft beibringst im gleichen Takt zu rudern, machst du die besten Fortschritte im Training.

Übertragen auf unsere Muskeln bedeutet das, dass es sehr wichtig ist sich mit einem geringeren Gewicht an einen Bewegungsablauf zu gewöhnen. Anschließend kannst Du mehr Konzentration auf das Bewegen eines schweren Gewichts legen als auf die richtige Ausführung, da Du diese schon beherrschst. Gebe deiner Muskulatur eine Aufgabe, die sie kaum schafft!
Deine Nerven werden dadurch lernen die Muskelfasern besser anzusteuern und aus demselben Muskel mehr Kraft zu entwickeln.
Matrosen die im gleichen Takt rudern geben mehr Power!

3. Die richtige Technik

Alle Matrosen der Welt und der beste Taktgeber bringen ein Schiff nicht vorwärts, wenn alle auf derselben Seite rudern. Deshalb muss man sich Zeit nehmen, um die Matrosen gleichmäßig aufzuteilen.
Im Studio heißt das: Die richtige Technik lernen.
Freie Übungen wie Kniebeugen, Bankdrücken oder Kreuzheben brauchen Jahre bis man sie perfektioniert hat. Die Technik ist hier ein sehr wichtiger Aspekt. Sie schützt uns vor Verletzungen und hilft die maximale Kraft abzurufen. Auf unserem Schiff ist die Technik der Captain und gibt die Richtung vor.

Alle 3 Aspekte kann man lernen und verlernen. Das Wichtigste um stark zu werden ist deshalb regelmäßige Übung.

Auf ins Studio!

Autor: Heiko Gerstmayr

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