Ein unterschätztes Merkmal in Deiner Ernährung

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Vorher nachher Bild begeistert

Der Sommer ist zwar fast vorbei, aber viele kämpfen trotzdem noch damit, ihre Strandfigur zu erreichen.

Und selbst wenn man gerade nicht am Abnehmen ist, empfiehlt es sich, auf eine Sache zu achten:
Die Verarbeitungsgeschwindigkeit der Nahrung.

Während der direkte Einfluss auf das Abnehmen recht gering ist, hat es doch einen Effekt, der nicht zu vernachlässigen ist.
Es hilft, Hunger und Energie über den Tag zu verteilen.

Hier folgt eine kleine Erklärung:
Der Körper braucht Zeit, um die gegessene Nahrung zu verarbeiten. Der Körper verwendet vor allem eine Art Zucker, um die Muskulatur zu bewegen.
Wenn man Zucker zu sich nimmt, kann man bereits nach einigen Minuten merken, wie die vorhandene Energie steigt.
Der Zucker kann vom Körper sehr schnell verwendet werden, da er kaum verändert werden muss.
Nach einer kurzen energiegeladenen Zeit ist der Zucker jedoch verbraucht und man fällt zurück in den Normalzustand. Natürlich will der Körper zurück in die optimale Versorgung, und verlangt erneut nach Zucker.

Solange der Körper die Energie des Zuckers direkt verbraucht gibt es überhaupt kein Problem.
Problematisch wird es, wenn die Energie nicht verbraucht wird, denn der Körper verschwendet die Energie nicht, sondern hebt sie für später auf. Er legt sie in Fett zum Speichern an.
Es entsteht ein ständiger Kreislauf zwischen Essen, der schnellen Verarbeitung und Speicherung oder Nutzung.
Dadurch nimmt man unbewusst mehr Energie zu sich, als man will.

Zucker ist hier nur ein Beispiel, da er am schnellsten zu verbrauchen ist, aber andere Nahrungsmittel wie Getreideprodukte können fast genauso schnell verarbeitet werden.

Wenn man abnehmen will, ist der einzige wirklich relevante Faktor, dass man mehr Energie verbraucht, als man zu sich nimmt. Diese Energie wird in Kalorien gemessen.

Nahrungsmittel mit kurzer Verarbeitungszeit lassen einen die zu sich genommene Energie unterschätzen. Durch das erhöhte Hungergefühl erschweren sie es, außerdem wenig zu essen.
Diesen Effekt kann man aber auch ausnutzen. Je länger die Energie braucht, um verarbeitet zu werden, desto weniger steht dem Körper auf einmal zur Verfügung und desto geringer ist die Energiespitze im Körper und das darauffolgende Hungergefühl.
Insulin ist ein Hormon, welches die Aufnahme dieser Energie in die einzelnen Zellen reguliert. Mithilfe des Insulinspiegels kann man sich ein Bild über die schnell verfügbare Energie im Körper machen. Fällt der Insulinspiegel unter einen bestimmten Punkt, bekommt man Hunger.

Es gibt drei große Makronährstoffgruppen:

•Kohlenhydrate, zu denen Zucker gehört, versorgen den Körper mit schneller Energie und sind essentiell im Heilungsprozess als Energielieferant.

•Proteine bilden den Baustoff für die meisten Gewebe im Körper und dienen als langsamerer Energielieferant, falls keine andere Energie vorhanden ist.

•Fette sind essentiell für viele Körperfunktionen wie z.B. die Aufnahme von Mikronährstoffen. Außerdem stellen Fette eine langfristige und zuverlässige Energieversorgung dar, egal ob durch die Nahrung aufgenommen oder die Körperfettreserven.

In dem man versucht, möglichst langsame Kohlenhydrate zu essen (z. B. Reis), gepaart mit Proteinen und Fetten, ist es möglich, die Versorgung langfristig zu garantieren, ohne ständig Hunger zu haben. Dadurch wird der Insulinspiegel gleichmäßig auf einem Niveau gehalten.

Diese Ernährungsweise hilft Diäten einzuhalten – auch wenn es am Anfang schwerfällt, auf Zucker zu verzichten.
Low-Carb funktioniert auch nur, weil es das Hungergefühl dämpft und es einfacher macht, sich an eine Diät zu halten.

Sportler können mit ihrer Ernährung spielen, indem sie vor und nach dem Sport kurzkettige Kohlenhydrate wie Zucker als schnelle Energielieferanten nutzen.

Um es noch einmal zusammenzufassen:

Nutze die Zusammenstellung der Nahrung um die verfügbare Energie im Körper zu verändern und das Hungergefühl zu senken. Dadurch wird es leichter, eine negative Kalorienbilanz zu halten und abzunehmen.

Wenn du ein Sportler bist, kannst du denselben Trick nutzen um temporär deine Leistung zu steigern.

Autor: Heiko Gerstmayr

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